Sicherheit
OpenSSH wird mit Hilfe des gleichen rigorosen Sicherheitsprozesses entwickelt,
für den die OpenBSD-Gruppe berühmt ist.
Nähere Informationen gibt es auf der OpenBSD-Sicherheitsseite.
- OpenSSH war nicht anfällig für die
RC4-Chiffre-,password cracking'-,
,replay'- oder
,modification'-Angriffe.
Zu der Zeit, als OpenSSH aus der Taufe gehoben wurde, war
bereits bekannt, dass SSH 1 den RC4-Stromchiffre komplett falsch
benutzt hat. Deshalb wurde die RC4-Unterstützung aus OpenSSH
entfernt.
- OpenSSH war nicht anfällig für
,client forwarding'-Angriffe
in unverschlüsselten Verbindungen, da die Unterstützung
für nicht verschlüsselte Verbindungen gleich zu Beginn des
OpenSSH-Projekts entfernt wurde.
- OpenSSH war nicht anfällig für die IDEA-Verschlüsselungsalgorithmen-Attacken auf das letzte
Paket, da der IDEA-Algorithmus nicht unterstützt
wird. Das IDEA-Patent macht es unattraktiv für eine
Unterstützung in OpenSSH.
- OpenSSH lässt den localhost nicht aus, wenn es um die
,host key'-Überprüfung geht, somit ist es nicht verwundbar mit dem
,host key authentication
bypass'-Angriff.
- OpenSSH war nicht angreifbar mit den
,unkontrollierbares
X11-Weiterleiten'-Angriffen, da X11-Weiterleitung
standardmäßig deaktiviert ist und der Anwender es ablehnen kann.
- OpenSSH hat die SSH-1-Protokollunzulänglichkeiten, die einen
,insertion'-Angriff schwierig aber möglich machen. Der
CORE-SDI-,deattack'-Mechanismus
wird benutzt, um den normalen Fall zu eliminieren.
Wege, das Problem beseitigen zu können, werden untersucht, da das
SSH-1-Protokoll noch nicht tot ist.
- OpenSSH war nicht anfällig für die
,5. Feb 2001: SSH-1 Brute Force Password Vulnerability',
Crimelabs-Sicherheitshinweis
CLABS200101.
- OpenSSH 2.1.1 und neuer erlauben einem Angreifer nicht,
beliebige Kommandos mit
den Berechtigungen von sshd auszuführen, wenn
UseLogin vom Administrator eingeschaltet ist. UseLogin ist
standardmäßig abgeschaltet. Dieses Problem wurde in
OpenSSH 2.1.1 korrigiert.
- OpenSSH 2.2.0 und neuere Versionen sind nicht anfällig für die
,7. Feb 2001: SSH-1-Sitzungsschlüssel-Wiederherstellungs-Verwundbarkeit',
CORE-SDI-Hinweis CORE-20010116. OpenSSH legt der Verbindungsrate
Beschränkungen auf und macht damit den Angriff undurchführbar.
Zusätzlich wurde das Bleichenbacher Orakel seit dem 29. Januar 2001
komplett beseitigt.
- OpenSSH 2.3.0 und neuere Versionen sind nicht anfällig für die
,8. Feb 2001: SSH-1 Daemon CRC32 Compensation Attack Detector
Vulnerability',
RAZOR
Bindview Hinweis CAN-2001-0144.
Ein Pufferüberlauf im ,CRC32 compensation attack detector' kann zu
einem ,remote root'-Zugriff führen. Dieses Problem wurde ab Version
2.3.0 beseitigt. Somit sind Versionen vor 2.3.0 angreifbar.
- OpenSSH 2.3.0 und neuere Versionen erlauben es keinen
böswilligen Servern, auf das X11-Display oder den ssh-agent des Clients
zuzugreifen.
Dieses Problem wurde in OpenSSH 2.3.0 korrigiert.
- OpenSSH 2.3.1, eine Entwicklungsversion, die niemals veröffentlicht
wurde, war anfällig für die
,8. Feb 2001: Authentication By-Pass Vulnerability in OpenSSH-2.3.1',
OpenBSD-Sicherheitshinweis.
In Protokoll 2 konnte die Authentifikation umgangen werden, wenn die
,public key'-Authentifikation erlaubt war. Dieses Problem existiert nur in
OpenSSH 2.3.1, einer drei Wochen bestehenden Entwicklerversion. OpenSSH
2.3.0 und Versionen, die neuer als 2.3.1 sind, sind dementsprechend nicht
anfällig für dieses Problem.
- OpenSSH 2.9.9 und neuer erlauben einem Anwender nicht,
Dateien mit dem Namen ,cookies' zu löschen, wenn die X11-Weiterleitung
aktiviert wurde.
X11-Weiterleitung ist standardmäßig abgeschaltet.
- OpenSSH 2.9.9 und früher sind nicht anfällig für die
,26. Sep 2001: Schwachstelle in OpenSSHs
Quell-IP-basierenden Zugriffskontrolle für die
,public key'-Authentifizierung im SSH-Protokoll v2.',
OpenSSH-Sicherheitshinweis.
- OpenSSH 3.0.2 und neuer erlauben
keinem Benutzer,
die Umgebungsvariablen von login(1) zu umgehen, wenn UseLogin
eingeschaltet ist. Die UseLogin-Option ist
standardmäßig bei allen OpenSSH-Versionen abgeschaltet.
- OpenSSH 3.1 und neuer sind mit dem
,7. März 2002: ,Off-by-one'-Fehler im Channel-Code' nicht angreifbar,
OpenSSH-Sicherheitshinweis.
- OpenSSH 3.2.1 und neuer sind nicht anfällig für den
,21. April 2002: Pufferüberlauf im AFS/Kerberos-,token passing'-Code',
OpenSSH-Sicherheitshinweis:
Versionen vor OpenSSH 3.2.1 erlauben privilegierten Zugriff falls
AFS/Kerberos-,token passing' einkompiliert und aktiviert ist (entweder
im System oder in sshd_config).
- OpenSSH 3.4 und neuer sind nicht anfällig für die
,26. Juni 2002: OpenSSH Remote Challenge Vulnerability',
OpenSSH-Sicherheitshinweis.
- OpenSSH 3.7.1 und neuere Versionen sind nicht anfällig
für den ,16. September 2003: OpenSSH Buffer Management bug',
OpenSSH-Sicherheitshinweis
und CERT-Hinweis
CA-2003-24.
- Portable OpenSSH 3.7.1p2 und neuere Versionen sind nicht angreifbar durch
die ,September 23, 2003: Portable OpenSSH Multiple PAM vulnerabilities',
OpenSSH-Sicherheitshinweis.
(Die OpenBSD-Versionen sind hiervon nicht betroffen)
www@openbsd.org
$OpenBSD: security.html,v 1.37 2007/04/26 03:08:09 jufi Exp $